Das richtige Wissen zur richtigen Zeit
Wissenstransfer ist ein zentraler Erfolgsfaktor für digitale Innovationen in der Landwirtschaft: Neue Technologien, Daten und KI-Ansätze entfalten ihren Nutzen erst dann, wenn sie verstanden, eingeordnet und in den betrieblichen Alltag integriert werden können.
Im Projekt EXPRESS.smart ist Wissenstransfer daher kein Nebenprodukt, sondern ein eigenständiger Arbeitsbereich.
Einordnung
Wissenstransfer bedeutet im Projektkontext mehr als die reine Präsentation von Ergebnissen. Er umfasst die gezielte Übersetzung von Forschung in praxisrelevante Entscheidungsgrundlagen, den Aufbau tragfähiger Netzwerke sowie eine adressatengerechte Kommunikation für unterschiedliche Zielgruppen.
In EXPRESS wurden bereits vielfältige Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren, Praxisbetrieben und Multiplikatoren gesammelt. Diese Erfahrungen bilden die Grundlage, um Transferformate weiterzuentwickeln und dauerhaft wirksam zu machen. Gleichzeitig adressiert der Arbeitsbereich strukturelle Lücken, etwa das Fehlen unabhängiger, institutionell verankerter Digitalisierungsberatung für Sonderkulturen.
Was wir in diesem Querschnittsthema tun
Im Querschnittsthema Wissenstransfer sorgen wir dafür, dass die Ergebnisse aus den Use Cases nicht „im Projekt bleiben“, sondern verständlich aufbereitet, in der Region verankert und für unterschiedliche Zielgruppen nutzbar werden. Dazu begleiten wir die Use Cases intern mit passenden Evaluations- und Präsentationsformaten und schaffen feste Reflexionsschleifen, damit Erkenntnisse konsistent dokumentiert und zwischen den Use Cases vergleichbar werden.
Gleichzeitig unterstützen wir Betriebe und Praxispartner dabei, digitale Lösungen einzuordnen und nächste Schritte abzuleiten. Die Expertinnen und Experten im Konsortium übernehmen dabei – im Rahmen der Projektmöglichkeiten – eine Beratungs-, Übersetzungs- und Netzwerkkoordinationsfunktion („Sonderkulturenbotschafter/in“). So loten wir aus, wie Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis effizient gelingt und wie Digitalisierungsthemen zielgruppengerecht kommuniziert werden können.
Ein dritter Baustein ist die Wissenschafts- und Fachkommunikation: Wir entwickeln die Forschungsmarke EXPRESS weiter, grenzen sie vom Vorgängervorhaben ab und bereiten Inhalte für Fachöffentlichkeit, Praxis und regionale Akteure auf. Dafür setzen wir u. a. eine Regionalkonferenz in 2027, ein Symposium für das erweiterte EXPRESS-Netzwerk (mit Einbindung der Mobilen Scheune) sowie weitere Veranstaltungsbeteiligungen um. Ergänzend erstellen wir ein Innovationsradar (ca. 20-seitige Publikation mit einmaligem Update), das regelmäßig neue Entwicklungen zu Digitalisierung und KI in der Landwirtschaft zusammenfasst – einschließlich praxisseitiger Bedarfe und Hemmnisse sowie technologischer Optionen auch jenseits der im Projekt bearbeiteten Use Cases.
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