Wasserhaushaltsmonitoring und -management
Trockenheit und Wasserknappheit sind in Deutschland längst ein Dauerthema – das Umweltbundesamt verweist regelmäßig auf Niederschlagsdefizite und die wachsende Relevanz von Bodenfeuchte und Wasserverfügbarkeit für Landwirtschaft und Erträge. Im Weinbau kommt hinzu, dass Trockenstress selbst innerhalb eines Schlages stark variieren kann. Der Schwerpunkt adressiert genau diese Heterogenität.
Einordnung
Trockenstress wird im Weinbau zunehmend zum Regelfall – und er trifft nicht jede Fläche gleich. Selbst innerhalb einzelner Parzellen zeigen sich mitunter Unterschiede, etwa durch Lage, Boden oder Exposition. Bewässerungsmaßnahmen werden dann nach grober Einschätzung und mit hoher Sicherheit ausgeführt. Das kann wiederum häufig bedeuten, dass mehr Wasser als nötig ausgebracht wird. Mit einer verlässlichen digitalen Unterstützung kann es leichter werden, Bewässerung und weitere wasserbezogene Managementmaßnahmen räumlich und zeitlich zielgenau und effizienter zu planen. Es erhöht zugleich die Chancen für guten Ertrag und gute Qualität. Gleichzeitig wächst der Druck, Wasser dort einzusetzen, wo es den größten Effekt hat – und dort zu sparen, wo es nicht nötig ist.
Was wir im Use Case tun
Der Use Case kombiniert kontinuierlich erhobene Sensor-, Wetter- und Drohnendaten und koppelt sie mit bestehende Wasserhaushaltsmodellen und entsprechenden Ertragsmodellen. Daraus soll eine praxisverständliche Entscheidungsunterstützung entstehen, die kurzfristig bei Maßnahmen hilft (z. B. wann und wo bewässern) und gleichzeitig langfristige Entscheidungen unterstützt (z. B. Sortenwahl oder Bewässerungsstrategie). Die Ergebnisse werden gemeinsam mit Praxisbetrieben erprobt, bewertet und iterativ weiterentwickelt – mit dem Ziel, Managementzonen sichtbar zu machen und die Planung von Wasser- und Energieeinsatz nachvollziehbar zu verbessern.
Ansprechpartner:
Praxispartner:
Weingut Schloss Proschwitz
Meissen
Hoflößnitz
Meissen