Smarte Dokumentation
Büroarbeit wird für Betriebe zunehmend zum Produktionsfaktor – und die Anforderungen steigen weiter. So wurde die digitale, maschinenlesbare Dokumentation von Pflanzenschutz-Anwendungen ab 2026 deutlich ausgeweitet; Behörden und Fachstellen listen zusätzliche Pflichtangaben wie EPPO-Codes, Flächenbezug, Uhrzeit und teils BBCH-Stadien. Smarte Dokumentation soll hier entlasten, indem die betrieblichen Daten annotiert und in entsprechenden Formularen verarbeitet werden.
Einordnung
Dokumentation und Compliance kosten landwirtschaftliche Betriebe, besonders im Bereich Sonderkulturen, zunehmend Zeit. Häufig werden Daten mehrfach erfasst, Medienbrüche gehören zum Alltag, und Übertragungsfehler können immer passieren. Gleichzeitig sind bestehende Prozesse oft nur begrenzt integriert und passen nicht gut zu den sehr unterschiedlichen Digitalisierungsgraden der Betriebe. Der Bedarf an praxistauglichen, entlastenden Lösungen wächst damit spürbar – zumal die Anforderungen an Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit und Datenformate weiter zunehmen.
Was wir im Use Case tun
Der Use Case entwickelt zwei Szenarien, wie dokumentationspflichtige Daten automatisiert und qualitätsgesichert erfasst und weiterverarbeitet werden können – je nach Betrieb über sensorbasierte, manuelle oder sprachbasierte Datenerfassung. Ein zentraler Punkt ist die Integration in bestehende Systeme, damit Informationen nicht erneut eingegeben werden müssen. Ziel ist eine zeitnahe, vollständige und möglichst automatisierte Dokumentation, die Kontrollen und Reporting zuverlässig unterstützt und gleichzeitig den Aufwand im Betriebsalltag reduziert. Im Fokus steht dabei, Lösungen so zu gestalten, dass sie auch bei sehr unterschiedlichen Digitalisierungsständen praktikabel bleiben.
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